Today: Saturday 31 July 2021 , 12:08 pm


advertisment
search




Hobe (Adelsgeschlecht)

Last updated 5 Dag , 9 uur 50 Keer bekeken

Advertisement
In this page talks about ( Hobe (Adelsgeschlecht) ) It was sent to us on 26/07/2021 and was presented on 26/07/2021 and the last update on this page on 26/07/2021

Jouw commentaar


Voer code in
 
Hobe auch von Hobe von Gelting, Baron von Hobe-Gelting, Hobe Freiherr von Gelting oder Monforts von Hobe ist der Name eines alten mecklenburgischen Adelsgeschlechts, das auch in Dänemark zu Ausbreitung und Ansehen gelangt ist. Zweige der Familie bestehen bis heute fort.

Geschichte

Mecklenburg

Die Forschung des 19. Jahrhunderts geht teilweise davon aus, dass die Hobe von Pommern nach Mecklenburg gelangt seien, vormals aber vom Niederrhein stammten. Dort trat 1272 ein Ritter Hermannus dictus Hůbe scabinus in Willich urkundlich in Erscheinung. Die Gegenposition, die Hobe hätten sich frühzeitig von Mecklenburg nach Pommern begeben, wurde ebenfalls vertreten.Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preussisches Adelslexicon. Band 2, Leipzig 1836, S. 399.
Nach jüngerer Forschung erscheint das Geschlecht der Hobe mit Ritter Johannes Hobe am 20. Mai 1278 zuerst urkundlich.vergl.: Mecklenburgisches Urkundenbuch, Band II, S. 585–586, Nr. 1465
1283 zeugte ein Ritter Hobe für das Kloster Kolbatz, 1284 ein Hobo für die Stadt Greifswald, Reimbertus Hobe trat 1287 als Urkundenzeuge für das Kloster Verchen auf und dessen mutmaßlicher Bruder Ritter Johannes Hobe zeugte 1292 für die Stadt Demmin. Des letztgenannten Sohn, Knappe Johannes Hobe, besaß 1324/25 im Fürstentum Rügen halb Cavelsdorf. Seine Nachkommen hatten seit dem 14. Jahrhundert und noch 1524 Beestland in der Vogtei Loitz zum LehenRobert Klempin und Gustav Kratz: Matrikeln und Verzeichnisse der pommerschen Ritterschaft vom 14.–19. Jahrhundert. Bath, Berlin 1863, S. 22, ferner ab 1560 das benachbarte Wolkow.
Datei:Oubliette in Wasdow.jpgminihochkantBurg Wasdow, Mecklenburg
1376 wurde der Knappe Henningk Hobe als Urkundenzeuge erwähnt. Mit Dietrich (Tiedeke) Hobe dem Schwarzen († 1379), Herr auf Wasdow, beginnt die gesicherte Stammreihe. Das Adelsgeschlecht von Hobe, das außer in Wasdow auch in den Nachbarorten Quitzenow, Groß- und Klein Methling saß, blieb im Besitz dieser Güter bis zum Jahre 1779.
Barthold Hobe und Lütke Hoben haben 1523 für die Familie die Union der Landstände in Mecklenburg mitgezeichnet. Friedrich von Hobe war Geheimer Rat und Kammerpräsident von Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg.Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 4, Leipzig 1863, S. 386–387.
Im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin befinden sich 17 Eintragungen von Töchtern der Familien von Hobe aus Behrenshagen, Methling, Warbelow (heute zu Gnoien), Gutendorff, Goldebee und Jürgenstorf aus den Jahren 1725–1839 zur Aufnahme in das dortige adelige Damenstift. Durch Militärdienst der Väter wurden einige mecklenburgische Töchter in Merseburg, Eisleben und Neustadt an der Aisch geboren. Ein Wappenschild mit Ordensstern und Allianzwappen befinden sich auf der Nonnenempore in der Klosterkirche des Klosters Dobberttin. Der Grabstein der Priorin Melanie von Hobe steht auf dem Klosterfriedhof Dobbertin.

Schleswig-Holstein

Datei:Geltinger-wasserschloss.jpgminiaturGut Gelting in Angeln
Datei:Gut-düttebüll.jpgminihochkantGut Düttebüll
Am 29. Februar 1776 erhielt der königlich dänische General der Infanterie Lewin Ludwig von Hobe (1700–1781) die dänische Adelsnaturalisation. Sein Enkel, der Rittmeister Levin Ludwig Christian Leopld von Hobe, Sohn des Amtmanns Andreas August von Hobe und der Adriana Sebranda von Geltingen, deren Vater, der geadelte Kaufmann Sönke Ingwersen, Baron von Geltingen (1715–1786), das Gut Gelting in Angeln 1758 erworben hatte, wurde von seinem kinderlosen Onkel Christian Friedrich Rudolph Baron von Gelting, adoptiert. Mit königlicher Resolution vom 19. Oktober 1821 und Diplom vom 14. Mai 1828, verknüpft mit dem Besitz der Baronie Gelting, wurde er unter dem Namen Hobe von Gelting in den dänischen Freiherrenstand erhoben. Im Jahre 1812 war er zum katholischen Glauben übergetreten. Der Freiherrenstand wurde seinem Sohn Siegfried (1816–77) in Preußen durch Reskript des Heroldsamtes am 30. Oktober 1875 bestätigt.Neuer Siebmacher. VII. Band, 2. Abt. Ergänzungsband. Preussische Grafen und Freiherren. Nürnberg 1886, S. 31, Tfl. 21. Das Gut Gelting erbte der Sohn Bertram (1849–1911), Päpstlicher Geheim-Kämmerer und Magistral-Ritter des souveränen Malteser-Ritter-Ordens. Er erwarb noch zwei adelige Güter hinzu, Düttebüll, das zunächst dem ältesten Sohn Siegfried übergeben wurde, und Ohrfeld, das der zweite Sohn Bertram († 1961) erhielt. Das Gut Gelting wird heute von Siegfried Freiherrn von Hobe-Gelting bewirtschaftet, das Gut Düttebüll von Benedikt von Hobe.
Die Familie stellte auch zahlreiche Offiziere in der preußischen Armee. Dem Husaren-Regiment (Nr. 3) stand 1811/13 Karl von Hobe als Kommandeur vor. In den Befreiungskriegen konnte sich neben August Johann von Hobe (1813) ein weiterer Sohn der Familie auszeichnen (1814) und den Orden Pour le Mérite erhalten. Vier Söhne der Familie brachten es bis zum Generalleutnant.
Der Kaufmann, Land- und Forstwirt sowie Ehren- und Devotionsritter des souveränen Malteserordens, Johann Caspar Melchior Balthasar Herbert Hubertus Siegfried von Hobe (1915–2001), führte als Adoptivsohn seines Onkels Joseph Monforts seit 1. Oktober 1941 den Namen Monforts von Hobe. Die somit gestiftete Linie hat ebenfalls gegenwärtig BestandGHdA. F XXIII, S. 176. und ist auf Gut Depenau in Holstein ansässig. (Ein Zusammenhang mit den erloschenen süddeutschen Grafen von Montfort besteht nicht.)

Rheinland-Pfalz

Datei:Schloss-thorn.jpgminiaturhochkantSchloss Thorn
Durch die Heirat des Bertram von Hobe-Gelting mit Marita Baronesse von Hoiningen-Huene (* 1923) kam das Erbe von deren Mutter Marie-Amélie de Musil, das Weingut Schloss Thorn nahe der luxemburgischen Grenze, in seinen Besitz und wird von ihrem Sohn bis heute bewirtschaftet, wodurch dieser Zweig Mitglied der Rheinischen Ritterschaft wurde.

Besitzungen

Zum historischen Güterbesitz des Geschlechts gibt u. a. LedeburLeopold von Ledebur: Adelslexikon der preußischen Monarchie. Band 1, Berlin 1855, S. 360. eine groben Überblick:
  • In Brandenburg: Dyrotz (1817–1865)
  • In Magdeburg: Tucheim
  • In Mecklenburg: Berendshagen mit Pustohl, Bobbin, Carlowitz, Gardow, Klein Gischow, Glockow, Goldebee, Guthendorf, Jürgenstorf, Lockwisch, Groß Lunow, Klein Methling, Neuhof bei Güstrow, Nieköhr, Quitzenow, Klein Tessin, Warbelow, Wasdow, Wendisch Trechow und Wolkow
  • In Pommern: Beestland und Ventzewitz auf Rügen
  • In Schleswig-Holstein: das adelige Fideikommissgut Gelting, Düttebüll sowie Ohrfeld
Im Schlossbezirk in Neustrelitz befindet sich gegenüber dem Landestheater das Weiße Herrenhaus, auch Hobe-Haus, benannt nach der Familie.
Gegenwärtig befinden sich Gut Gelting, Gut Düttebüll, Gut Ohrfeld und Gut Depenau in Schleswig-Holstein sowie Schloss Thorn – mit dem ältesten Schlossweingut an der Mosel – im Familienbesitz.

Wappen

Das Stammwappen (1821) zeigt in einem von Silber und Rot gespaltenen Schild eine Rose in verwechselten Farben. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken eine von Silber und Rot gespaltene Rose zwischen zwei von Silber und Rot übereck-geteilten Büffelhörnern.

Bekannte Familienmitglieder

  • Elisabeth Hobe, 1557–1569 Priorin im Kloster Dobbertin
  • Otto Friedrich von Hobe (1674–1732), herzoglich mecklenburgischer Landrat, Erbherr auf Klein Tessin und GoldebeeMecklenburgischer Adel in der Frühen Neuzeit 1500–1750. (online)
  • E. J. von Hobe, 1778–1782 Provisor im Kloster Dobbertin
  • Levin Ludwig von Hobe (1700–1781), königlich dänischer General der Infanterie
    • Andreas August von Hobe (1739–1802), dänischer Amtmann in Reinbek
      • Levin Ludwig Christian Leopold von Hobe (1783–1853), ab 1821 Freiherr von Hobe-Gelting, Fideikommissherr von Gut Gelting
  • Friedrich Eugen von Hobe (1760–1808), Hofmarschall in Neustrelitz
    • August von Hobe (1791–1867), preußischer Offizier, Träger des Pour le Mérite (1813), Landrat für den Landkreis Osthavelland
    • Charlotte von Hobe (1792–1852), Schriftstellerin und Stiftsdame
  • Karl Friedrich Dietrich von Hobe († 1805), mecklenburgischer Generalmajor, Kommandeur des Grenadierregiments von Hobe
  • Karl Friedrich Bernhard Helmuth von Hobe (1765–1823), preußischer Generalleutnant
  • Hellmuth Friedrich von Hobe (1776–1843), als Constantist beim Vandalen-Kränzchen, ab 1818 Vizepräsident des Oberappellationsgerichts in Parchim
  • Friedrich Wilhelm von Hobe (1792–1866), preußischer Generalleutnant
  • Eduard von Hobe (1802–1874), preußischer Generalleutnant
  • Siegfried Lambert Cord von Hobe (1816–1877), Ständedeputierter der größeren adeligen Güter in der schleswigschen Ständeversammlung
  • Melanie von Hobe zu Merseburg (1839–1914), Priorin im Kloster Dobbertin
  • Hans von Hobe (1843–1928), preußischer Generalleutnant, osmanischer Marschall und Generalinspekteur der Kavallerie
  • Edgar-August von Hobe (1890–1973), 1924–1934 Landrat im Landkreis Bonn
  • Cord von Hobe (1909–1991), Generalleutnant der Bundeswehr

Literatur

  • Genealogisches Handbuch der freiherrlichen Häuser A 1, 1952, Band 4 der Gesamtreihe S. 198–203; 18, 1995, Band 109 der Gesamtreihe, S. 325–339; 23, 2005, Band 136 der Gesamtreihe, S. 174–189, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn)
  • Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band V, Band 84 der Gesamtreihe, S. 239–240, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1984,
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch
    • der freiherrlichen Häuser (FA), Gotha 1876 26. Jg. S. 313 (Hobe von Gelting), 1877, 1900–1942 (Fortsetzungen)
    • der adeligen Häuser (AA), Gotha 1922 S.345ff (Stammreihe u. ältere Genealogie), 1932 (Stammreihe), 1924–1942 (Stammreihe, 2 Linien ohne Anschluss, Fortsetzungen)
  • Friedrich-Edgar von Hobe: Familienchronik derer v. Hobe und Freiherren v. Hobe-Gelting. Reinbek 1991
  • Gustav von Lehsten: Der Adel Mecklenburgs seit dem landesgrundgesetzlichen Erbvergleiche (1755). Rostock 1864, S. 109–110
  • Danmarks Adels Aarbog; 431 (1888) 6 (1889); 21 (1904); 41 (1924); 55 (1938), Afsnit 2, S. 99–115; 68 (1951); 97 (2003/05)

Quellen

  • Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB)
  • Weblinks

    • Familiengeschichte im "Gotha" 1922
    • Familie v. Hobe schlossarchiv.de
    • Wappen der Hobe in Siebmachers Wappenbuch von 1701, Band 5, Tafel 153

    Einzelnachweise


    Kategorie:Mecklenburgisches Adelsgeschlecht
    Kategorie:Dänisches Adelsgeschlecht
    !
     
    Opmerkingen

    Er zijn nog geen reacties

    laatst gezien
    die meisten Besuche