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Kistenfabrik Gebrüder Busch

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  Die Kistenfabrik Gebrüder Busch war ein holzverarbeitendes Unternehmen in der ostwestfälischen Stadt Minden.

Lage

Das Unternehmen wurde südlich des Mittellandkanals in der direkten Nähe des Wasserstraßenkreuzes Minden gegründet. Auf dem Stadtbezirk rechten Weserufer war in der Nähe des Hafens genug Platz, um die Holzanlieferung und Ablieferung zu organisieren. Zudem standen in der Stadt Minden genug Arbeitskräfte zur Verfügung.

Geschichte


Die Zigarrenkistenfabrik Gebrüder Busch ging 1845 aus einer Zigarrenmanufaktur hervor und hatte ihr Betriebsgelände in der Lindenstraße. 1867 kam es zu einem Feuer auf dem Gelände, dem höchstwahrscheinlich das Dampfsägewerk zum Opfer fiel.Hermann Flessner: Geschichte und Schicksal der Zigarrenkistenfabrik Gebr. Busch in Minden. , abgerufen am 14. Oktober 2016 Danach wurde die Fabrikation auf das rechte Weserufer verlegt.
1874 trat der Schwiegersohn Robert Noll in die Leitung des Unternehmens ein. Die Geschäftsführung gab er 1917 in die Hände seiner drei Söhne Heinrich, Robert und Friedrich Noll. Hermann Flessner: Geschichte und Schicksal der Zigarrenkistenfabrik Gebr. Busch in Minden. Seite 60.
Die Kistenfabrik Busch beschäftigte während des Zweiten Weltkriegs viele Zwangsarbeiter, darunter auch Frauen. Auf dem Werksgelände befand sich ein Luftschutzbunker, der bei den Luftangriffen genutzt wurde. Am 26. Oktober 1944 kam es bei einem Bombenangriff auf die Kanalanlagen an der Friedrich-Wilhelm-Straße zu einem direkten Treffer der Kanalböschung. Der Damm des Mittellandkanals wurde auf 50 Metern zerstört. Der Kanal lief zwischen den Sperrtoren in Hahlen im Westen und Berenbusch im Osten vollständig leer. Die Wassermassen rissen fünf Schleppkähne mit auf das tiefer gelegene Gelände und ergossen sich auch auf das Gelände der Kistenfabrik. Der Luftschutzbunker war schon zuvor direkt getroffen worden.Amtage: Stadtgeschichte Minden: Luftangriff 1945 auf Minden, abgerufen am 14. Oktober 2016 In diesen Wassermassen, die auch in den Luftschutzbunker drangen, kamen 73 Menschen um Leben. Ein Denkmal auf dem Gelände der Kistenfabrik Busch erinnert an dieses Unglück.
Nach dem Krieg wurde der Betrieb wieder aufgebaut und im Januar 1949 startete die Produktion. Doch der Markt hatte sich geändert, die Spanplatte verdrängte die Furnierplatten. Viele der bewährten Mitarbeiter fehlten und konnten nicht ersetzt werden. Am 31. Oktober 1965 wird die Produktion eingestellt. Hermann Flessner: Geschichte und Schicksal der Zigarrenkistenfabrik Gebr. Busch in Minden. Seite 143.
Die Reste der Kistenfabrik wurden 1991 abgerissen, um das Gelände, das zu dieser Zeit der Mindener Kreisbahn gehörte, verkaufen zu können. Mindener Tageblatt: "Kistenfabrik Busch versinkt in Trümmern", Druckausgabe vom 14. Oktober 1991

Weblinks

  • Hermann Flessner: Geschichte und Schicksal der Zigarrenkistenfabrik Gebr. Busch in Minden (Westf.)
  • Einzelnachweise


    Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Minden)
    Kategorie:Gegründet 1845
    Kategorie:Aufgelöst im 20. Jahrhundert
    Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Kreis Minden-Lübbecke)
     
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